Ein Interview mit Jon Setter

PHOTOGRAPHY

Minimale Fotografie Down Under

Jon Setter wurde in Detroit geboren, lebt momentan jedoch in Sydney wo er seinen Master of Fine Arts an der Nationalen Kunstschule macht.

In seinen Arbeiten konzentriert sich Jon auf urbane Räume und ihre Architektur. Dabei wandert er durch die Städte, auf der Suche nach einer Perspektive, die die meisten nicht sehen. Dabei sucht er gezielt nach Wiederholungen, Farb-, Materialien- und Oberflächenkombinationen um einen abstrakten Ausdruck des Raumes zu finden.  Jede noch so kleine Eigenart kann eine Rolle, sogar die Hauptrolle spielen, wenn sie nur verstanden und dargestellt wird.

Jon hat in einigen Shows in Sydney und Melbourne ausgestellt und ist mit mehreren Fotopreisen ausgezeichnet worden. Zuletzt mit dem Life Framer und den International Color Awards.

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GM: Sicher gibt es einige Leser, die dich noch nicht kennen. Möchtest du dich kurz vorstellen?

Ich bin Jon Setter. Geboren in Detroit, vor vier Jahren nach Sydney gezogen und seit meinem Abschluss zum Master of FineArts vor einem Monat auf der Suche nach neuen Abenteuern.

GM: Was hat dich nach Australien geführt?

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in Sydney leben würde aber ich bin für meine Partnerin hier her gezogen und habe mir mit der Fotografie eine eigene Karriere aufgebaut.

 

GM: Was macht deine Fotografie aus?

Ich versuche Architektur und Strukturen als vereinfachte Formen, Farben und Linien zu sehen um sie zu geometrischen Kompositionen zu abstrahieren.

GM: Was bedeutet minimale Fotografie für dich?

Minimale Fotografie ist für mich, etwas normalerweise komplexes oder uninteressantes zu nehmen und es in seine Bestandteile zu zerlegen. In seine Grundformen und -farben um es dann neu zusammenzusetzen und etwas Neues daraus zu machen.

GM: Warum?

In der Hoffnung es regt die Menschen an, ihre Umwelt anders wahrzunehmen. Minimale Fotografie ist für mich ein zeitgenössischer Stil weil viele Fotografen sich ihm zuwenden um die Welt herunterzubrechen und zu zeigen, wie wenig viel sein kann.
Aber es geht auch um Entschleunigung. Ich möchte die Menschen abbremsen und Ihnen ihre eigene Alltäglichkeit neu erfahrbar machen. Ihnen zeigen, woran sie für gewöhnlich vorbei rennen.

 

GM: Wer oder was hat dich in deinem Stil bisher geprägt?

Ich bin sehr beeinflusst durch Fotografen, die dem Betrachter alternative Wege aufzeigen, Architektur zu betrachten. Fotografen die das Alltägliche und „Normale“ auf eine neue Art sehen und darstellen. Da wären zum Beispiel: Aaron Siskind, die New Topographics Bewegung (Stephen Shore, Lewis Baltz), Die Düsseldorfer Schule für Fotografie (Thomas Struth, Thomas Ruff, Candida Hofer), Michael Wolf and Andrea Grutzner.

GM: Welche deiner Arbeiten ist dein persönlicher Liebling?

Ich mag meine Arbeit „An Intersection of Lines and Colours“

GM: Was macht diese Fotografie für dich so besonders?

Im Grunde ist es eine Architekturaufnahme aber sie ist zweideutig. Ein sehr gutes Beispiel dafür, was ich mit meiner Fotografie anstrebe. Es sind die Arbeiten, in denen verschiedene Farben, Oberflächen und Materialien konvergieren, zusammenarbeiten und eine perfekte Balance und saubere Komposition ergeben.

GM: Vielen Dank Jon! Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!

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